Dartsport - Dartboard - Sammlung

Classic Darts Wunstorf e.V.

 

Christian's Dart Board Sammlung

Lange habe ich gezögert, bevor ich mich entschlossen habe, diese Sammlung online zu zeigen. Aber es ist wohl auch ein Stück Aufklärung der Öffentlichkeit über die Geschichte des Dart Boards und seine Variationen. Neben meinen Dart Boards existieren etwa noch 20 klassische Dart Boards, die es zum Teil wohl gar nicht mehr gibt oder die irgendwo auf einem Dachboden oder in einem Keller die Jahrzehnte überdauern. Daneben existieren etwa 500-700 verschiedene Variationen von modernen Dart Boards im aktuellen weltweiten Angebot der Hersteller. Wenn jemand eines der von mir noch gesuchten Dart Boards verkaufen möchte, bitte ich um eine kurze eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit einem Preisangebot. Die von mir gesuchten Dartboards habe ich an der linken Seite mit diesem * gekennzeichnet. Und nun viel Spaß beim Durchstöbern der Dart Boardsammlung!

Entstehung von Darts und Dart Boards

Es gibt verschiedene Theorien über die Entstehung oder Herkunft von Dart Boards. Schon im byzantinischen Reich unter der Herrschaft von Justian I. sorgte der General Belisarius (einer der größten militärischen Köpfe der Geschichte 505-565 n.Chr.) dafür, daß einige seiner Infantriesoldaten drei oder vier leichte Speere trugen, während die Bogenschützen drei gefiederte 18 Zoll lange Wurfpfeile an der Innenseite ihrer Kampfschilder montiert hatten. Ein Teil des Trainings der Reiter war das Üben mit den Pfeilen auf Zielscheiben zu werfen. Zielscheiben gab es seit dem Aufkommen der englischen Langbögen im 13. Jahrhundert.

Die Geschichte des Dart Boards lässt sich halbwegs seriös bis auf die Zeit um das Jahr 1415 in der Schlacht bei Azincourt zurückverfolgen. Angeblich war die Schlacht gegen die Franzosen wohl nur deswegen so erfolgreich für die Angelsachsen, weil man vorher eifrig trainiert hatte. Als Ziel nahm man sich abgesägte Baumstämme. Die Altersringe dieser Baumstämme dienten zur Einschätzung, wie präzise man getroffen hatte. Es ist davon auszugehen, dass damals mit Pfeil und Bogen bzw. Armbrust trainiert wurde. Doch in regnerischen Friedenszeiten und vor allem im Winter entwickelte sich ein erfinderischer Geist, der dieses Training in abgewandelter Form haustauglich machte und zu einem Traditionssport der Briten führte. Darts ist daher traditionell auch ein Wintersport. Man warf mit abgebrochenen Pfeilspitzen oder später verkürzten Pfeilen auf eben solche Baumscheiben und wertete die Präzision entsprechend den konzentrischen Altersringen nach der Nähe zum Mittelpunkt.

Heinrich der VIII. bekam im Jahre 1530 von Anne Boleyn einen Satz "dartes" geschenkt. Derartige Pfeile waren vorher auch in Frankreich bekannt und hatten ihren Ursprung im östlichen Mittelmeerraum. Diese "dartes" waren allerdings etwa 50 cm lange Kampfspeere, die für die Jagd oder den Krieg eingesetzt wurden. Im Jahre 1620 sollen die Pilgrim Fathers auf der Fahrt der Mayflower von England nach Amerika mit Pfeilen, an denen Federn angebracht waren, auf eine Scheibe geworfen haben. In Amerika hingegen hält sich die Überzeugung, daß schon viele Jahrhunderte zuvor die Ureinwohner (Indianer) mit Pfeilen, an denen auch Federn angebracht waren, auf die Jagd gingen oder Wettbewerbe austrugen und daraus das Dartspiel entstanden ist. Aus dem 17. Jahrhundert ist bekannt, daß sich der französische Historiker Paul Pellison während seiner Haft in der Bastille einige Darts aus Holz und Nägeln gefertigt hatte und damit in seiner Zelle an den Holzverkleidungen spielte. Etwa 1750 hatte man in England unter Prinz Regent erstmals Bogensportwettbewerbe mit einheitlichen Zielscheiben überregional durchgeführt. Diese damaligen Zielscheiben hatten einen Durchmesser von 4 Fuß und waren mit vier konzentrischen Ringen versehen, die je eine bestimmte Punktzahl darstellten. Von außen angefangen waren dies folgende Farben : Weiß = 1, Schwarz = 3, Blau oder inneres Weiß = 5, Rot = 7 und ein goldener Innenkreis, welcher "Bull`s eye" genannt wurde = 9 Punkte.

Ein wohl aus der Azincourt-Theorie entstandenes Dart Board ist das Elm Board. Es besteht aus einer Baumstammscheibe einer Ulme und muß zur Aufrechterhaltung der Weichheit immer in Wasser gelagert werden. Nur zum Spiel darf es aus dem Wasser genommen und aufgehängt werden. Ein solches Board dürfte wohl nur schwer im Original zu erstehen sein. Doch kann man sich ja zur Nachahmung bei entsprechender Gelegenheit eine solche Scheibe selbst herstellen. Übrigens gehört es zur Gattung der Target Boards, welche also den ältesten Bestand der Dart Boards überhaupt darstellen.

Ein Elm Board gehört leider nicht zu meiner Sammlung. Das wohl meist verbreitete Dart Board vor 1900 dürfte das Norfolk Board gewesen sein.

*

Es wurde bis zum Beginn des 2. Weltkrieges in verschiedenen Regionen von Norfolk gespielt. Es hatte einen Durchmesser von 10 Zoll. Das Bulleye war 1 Zoll im Durchmesser und das Outer Bull 2 Zoll. Der 3. große Wertungsbereich hatte 6 Zoll im Durchmesser. Gewertet wurde das Bulleye mit 4 Punkten, das Outer Bull mit 3 und der äußere Wertungsbereich mit 1 Punkt. Der äußerste Bereich wurde nicht gewertet. Wer zuerst genau 31 Punkte angesammelt hatte war Sieger. Übrigens wurde die Wertung nicht automatisch auf einer Schreibtafel vorgenommen, sondern häufig auf einem Cribbage Board, das man vom Cribbage-Kartenspiel kannte.

Über die Segmentierung des Dart Boards gibt es verschiedene Theorien. Eine geht davon aus, dass die Segmentierung aufgrund der Rissbildung bei Trocknung der Baumstammscheiben bzw. Elm Boards zurückzuführen sei. Mich jedenfalls erinnert die Segmentierung mehr an die Speichen eines Wagenrades. Leichter wird dieser Gedanke, wenn man sich ein Fives Board anschaut, welches ja nur 12 "Speichen" aufweist.

Jedenfalls wurde im Jahre 1896 die Nummerierung mit der heute bekannten Zahlenanordnung auf einem London Board (Standard Dartscheibe) vom Zimmermann Brian Gamblin aus Bury bei Lancashire festgelegt. Bereits 1898 wurde in den USA der erste faltbare Papierflight patentiert, nachdem bis dahin Truthahnfedern am Pfeilende den Flug stabilisiert hatten. Am 1. Juni 1901 erschien im "Stationer, Printer & Fancy Trades` Register" eine Anzeige über "Dart Boards". 1902 vermeldete eine Provinzzeitung aus Lancashire die ersten Dartwürfe mit 180 Punkten. 1906 ersetzte ein Yorkshireman den hölzernen Dartkörper durch Metall.

Apropos Yorkshire - Im Jahre 1908 wurde in Yorkshire im Industriezentrum von Leeds ein weiterer bedeutender Meilenstein der Geschichte des Dartsports gelegt: Angeklagt, er betreibe in seinem Pub Glücksspiele, trat der Gastwirt Foot Anakin im Gerichtssaal die Gegenoffensive an und lies ein Dart Board aufstellen. Sodann warf er drei Darts ins 20er Segment und bat das Gericht es ihm gleich zu tun. Als ein Gerichtsdiener die Herausforderung annimmt und nur einer der drei Darts das Board trifft, wiederholt Foot Anakin sein Können und trifft sogar drei mal die Double 20. Von soviel können beeindruckt fällt der Magistrat das folgenschwere Urteil:"This is not a game of chance!"- "Dies ist kein Glücksspiel!" Und fortan eroberte das Dartspiel die Pubs im ganzen Land.

Ein entscheidender Grund, weshalb Darts immer im Schatten anderer Sportarten blieb, war die Vielfalt regionaler Dart Boards und die Verschiedenheit der Spielregeln. Erst mit dem London Clock Board wurde ein Standard geschaffen, der sich neben den regionalen Favouriten landesweit durchsetzte.

1924 wurde in England die National Darts Association gegründet, die im Winter 1927/28 erstmals ein großes offenes Dart Turnier veranstaltete. Sponsor war die Zeitung News Of The World und so bekam das Turnier auch diesen Namen. Die Zahl der Dartsbegeisterten stieg von Jahr zu Jahr an.

Auch in den USA war der Boom des Dartspiels voll im Gange. Hier wurde schon sehr früh vom englischen Traditionsspiel abgegangen, um typisch amerikanische Spiele auf das Dart Board zu übertragen. Hier ein Poker Dart Board von 1926.

Und auch Queen Mom und Tochter Elisbeth II waren 1937 begeistert vom Dartsspiel.

Und so wurde 1937 in den Pubs gespielt.

Das Finale der News Of The World Turniers im Jahre 1939 sahen 15 000 begeisterte Zuschauer. Im Jahre 1947 nahmen knapp 300.000 Aktive an den regionalen Ausscheidungswettkämpfen dieses Turniers teil.

Und nun hier einige regionale Dart Boards:

Das Yorkshire oder Kent Board

Mit dem gleichen Maßen, der gleichen Nummerierung und den gleichen Segmentfarben kommt es dem Dartspieler als abgespeckte Version des London Boards bekannt vor. Lediglich der Treblering und das äußere Bull fehlen. Daher gehört es auch zur Gattung der Double Boards. Traditionell hat das Yorkshire Board eigentlich einen schmaleren Double Ring von nur 1/4 Zoll. Dieser ist mit der Massenproduktion nicht übernommen worden und somit äußerst selten anzufinden. Das Board wird hauptsächlich in der Region von Yorkshire bespielt, kann aber auch in Teilen von Staffordshire und den Nord Midlands gefunden werden. Als Kent Board bekannt wird es auch in Teilen der gleichnamigen Grafschaft bespielt. In diesen Pubs ist es wohl noch anzutreffen: The Tempest Arms, Elsack, near Skipton, North Yorkshire und The Village Inn, Hawnby, Yorkshire und The Thorold Arms, Harmston, Yorkshire.

Irish Board oder Black Irish

*

Eine rein schwarze Variante des Yorkshire oder Kent Boards ist das in Irland bekannte Irish Board oder auch Black Irish. Es ist außer der Farbe mit ihm deckungsgleich und gehört auch zur Gattung der Double Boards. Es fehlen also auch hier Outer Bull und der Treblering.

Lincoln, Lincolnshire oder Medway Board

*

Ebenso schwarz ist das Lincoln Board oder Lincolnshire Board. Bekannt ist es auch unter der Bezeichnung Medway Board und gehört ebenfall zu den Double Boards. Es hat jedoch einen 15 Zoll großen Wertungsbereich im Gegensatz zu 13 1/4 Zoll beim London Board. Es ist in der Region Lincolnshire anzufinden.

Rochester Board

Ein weiteres Double Board ist das Rochester Board. Es ist ebenfalls ganz in Schwarz gehalten. Auch hier erkennt man, dass es eine gleiche Zahlenaufteilung und Segmentierung wie das Yorkshire Board aufweist. Es hat allerdings einen Wertungsbereich mit einem Durchmesser von 41,5 cm. Der Zahlenring wird von außen am Board angebracht, da man die Außenmaße von üblichen 18 Zoll beibehalten hat.

Grimsby Board

*

Um 1900 sah das Grimsby Board in Grimsby ähnlich aus, wie das nachbarschaftliche Yorkshire Board. Jedoch hatte es nicht weniger als 28 Zahlensegmente und war ganz schwarz. Weil man kaum jemanden fand, der gern diese besondere Rechnerei mit 28 Zahlen mitmachte, starb dieses Board recht schnell aus.

Glouchester Board

*

Das Glouchester Board ist ist ein London Board mit doppelt so großen Maßen. Es wurde in Cirencester hergestellt.

Manchester, Lancashire oder Log End Board

*

Das Manchester Board ist auch bekannt unter dem Namen Lancashire oder Log End Board. Es wurde früher am häufigsten aus Ulmenholz (als Elm Board) gebaut. Später löste Kork das anfällige und aufwending zu pflegende Ulmenholz ab. Die schwarze Spielfläche hat nur einen Durchmesser von 10 Zoll = 25,4 cm. Der Doublering hat einen Durchmesser von nur 1/8 Zoll = 3,2 mm. Das Bulleye ist 6 mm breit. Es fehlen Treblering und outer Bull. Dieses Dart Board ist zweifelsohne die absolut schwieringste Variante aller Dartboards! Auffallend ist die eigenwillige Zahlenanordnung, welche sich nicht Herrn Gamblin's Zahlenordnung von 1896 unterwarf. Der Name gibt Aufschluss darüber, dass dieses Board in Manchester und Umgebung zuhause ist.In diesem Pub ist es wohl noch anzutreffen: The Old House At Home, Withington, Greater Manchester

Wide Fives, Narrow Fives oder East End Board

Mit seiner Einteilung in die Zahlen 5, 10, 15 und 20 und der Segmentierung des Wertungsbereiches in nur 12 Segmente ist das Fives Board ein recht übersichtliches und eher leicht zu spielendes Board. Es ist davon auszugehen, dass dies wohl das erste Board mit einer Segmentierung war. Auch der farbig abgesetzte Wertungsbereich und ein (wie beim London Board) vorhandener Treblering macht das Board zu einem eher freundlich und bekannt anmutenden Trainingsgerät. Zu unterscheiden gibt es das Wide Fives Board mit 1/4 Zoll breiten Doubles und Trebles und das Narrow Fives Board mit 1/8 Zoll breiten Trebles und Doubles. Selbstverständlich kennt man die Spiele 301 oder 501 hier nur als 305 und 505. Seinen Beinamen East End Board hat es, weil man es vorwiegend im Osten Londons, in Teilen von Suffolk, Essex und Kent bespielte. In diesen Pubs ist es wohl noch anzutreffe: The Resolute, High Street, Poplar, London und The Old Star, Wapping, London und Duke of Wellington, Devas Street, Bow, London.

Staffordshire oder Burton Board

*

Vom ersten Eindruck her ist das Staffordshire oder Burton Board dem Yorkshire Board sehr ähnlich. Es fehlen also auch hier ein Treblering und ein äußeres Bull. Doch wenn man genau hinsieht, stellt man fest, dass sich außerhalb des üblichen Wertungsbereiches zwei weitere Felder mit je 1 Zoll Durchmesser befinden. Diese Rauten oder Diamanten übernehmen die Aufgabe des äußeren Bulls und zählen somit 25 Punkte. Das Besondere an diesen Diamanten ist, dass sie bei einer Restpunktzahl von 25 zum Check Out verwendet werden dürfen. Das Staffordshire Board wurde ursprünglich aus Holz hergestellt und später traditionell von den Töpfern (ich nehme an, als Dekoration) aus Ton gemacht.In diesem Pub ist es wohl noch anzutreffen: The Crown Inn, Yoxall, Staffordshire.

Tonbridge Board

*

Auch das Tonbridge Board ist dem Yorkshire Board sehr änhlich. Auch hier fehlen Treble ring und äußeres Bull. Doch betrachtet man die dreieckigen Segmente an der Innenseite der uns bisher als Doubles bekannten Segmente, so erkennt man den besonderen Unterschied. Diese Dreiecke gelten bei diesem Board als Doubles und der äußere Ring hat hier die Aufgabe des Trebleringes. Also Vorsicht: Wer jemals darauf spielt - Es wird ein bischen haarig mit der Umstellung und man muß schon gut zielen! Dieses Board wurde häufig im Raum Tonbridge-Sevenoaks in der Grafschaft Kent gespielt.

Club Board oder Tournament Board

*

Auch das Club Board oder Tournament Board ist dem Yorkshire Board zunächst sehr ähnlich. Und auch hier finden wir keinen Treblering oder ein äußeres Bull. Doch wer die Brille nicht gerade verlegt hat, erkennt kleine ovale Segmente etwa in dem Bereich, wo normalerweise beim London Board der Treblering ist. Diese kleinen Segmente bringen den ungeübten Dartspieler schnell zur Verzweifelung, benötigt er denn unbedingt ein Treble. Ja, genau! Dies sind die Trebles! Eine bestimmte Herkunftsregion gibt es nicht. Vielmehr tauchte es immer in den Arbeitervierteln auf und ist leider schon seit einigen Jahrzehnten ausgestorben.

Aus welchen Materialien bestehen Dart Boards?

Holz


  • schon vor 1900 im Einsatz
  • heute nicht mehr zu sehen
  • die sogenannten Elm Boards (Ulmenholz) zählen zu den ältesten Boards
  • bei regelmäßigem Feuchthalten haben sie eine hohe Strapazierfähigkeit und lange Lebensdauer
  • bei den heutigen Bristle Boards ist die Rückseite aus Spanholz

Papier bzw. Pappe


  • etwa seit 1900 als gedrucktes Blatt auf Holz oder Pappe
  • geringste Strapazierfähigkeit und kürzeste Lebensdauer

Kork


  • etwa seit 1920 im Einsatz
  • Vorgänger von Sisal
  • mäßige Strapazierfähigkeit und lange Lebensdauer

Stahlblech (für Magnetdarts oder Plastikfolie mit rückseitiger Magnetbeschichtung für Stahlflächendarts)






  • etwa seit 1950 im Einsatz
  • heute noch für Magnetdarts verwendet
  • hohe Strapazierfähigkeit und lange Lebensdauer

Ton (wohl nur für Dart Boards als Dekoration)

Filz (meist nur als Oberflächenbeschichtung für Boards aus Papier)

*

  • etwa seit 1950 im Einsatz
  • für Stoffspitzen bzw. Stoffbälle
  • ohne Unfallgefahr Kleinkinder geeignet

Plastik (für Kunststoff- oder Gummispitzen oder Saugnapfdarts)

  • seit 1960 bis heute im Einsatz
  • damals für Saugnapf-Pfeile, heute für Plastikspitzen (E-Darts)

Sisal

* *
* *
*
* * *

  • etwa seit 1960 im Einsatz
  • Bristle genannt, weil sie sich wie Schweinehaar anfühlen
  • extreme Strapazierfähigkeit und lange Lebensdauer

Da wir uns nun genug mit den klassischen und traditionellen Dart Boards beschäftigt haben, hier nun die mehr oder weniger extravaganten oder neuzeitlichen Kreationen der Hersteller:

Target Boards

Hier nun ein paar Bilder von sogenannten Target Boards, die wohl jedem aus alten Zeiten bekannt sein dürften:


Target Boards wurden auch häufig für politische Zwecke ausgewählt:



Vogelpik Boards

Eine eigene Entwicklung haben die belgischen Vogelpik Boards genommen. Sie haben einen Durchmesser von 9 Zoll, bestehen aus Kork und werden mit nur je zwei Darts bespielt.

Mit der Zeit wurden einige Alternativen zum Pfeil mit Stahlspitze als Wurfgeschoß entwickelt. Dabei hat sich der Pfeil vom dicken Holzwurfgeschoss mit Truthahnfeder über eine schlankere Version mit Metallring als Gewicht bis hin zu den superschlangen Tungsten Darts mit vielen Zwischenstufen entwickelt. Außerdem machte man sich über die Kindertauglichkeit Gedanken und entwarf Anfang der 40er Magnetpfeile und Metalldartboards und Anfang der 50er die Saugnapfpfeile, die sich schließlich doch nur für Spielzeugpistolen, Pusterohre und als Bogenpfeile durchsetzten. Auch in den 50ern entstand eine sehr seltene Variante mit kleinen Wurfringen und einem Schlüsselbrett ähnlichem Dartboard. Wenn man dies überhaupt noch als solches werten will.

In den 90ern kam eine neue Welle der kindersicheren Dartsvarianten mit Stoffbällen und Klettboards auf.

Fast zeitgleich kamen die ersten elektronischen Dart Boards auf den Markt und damit auch die Pfeile mit Plastikspitzen. Mit den E-Dart Turniergeräten kamen die Dartboards als Geldspielautomaten in die Kneipen. Es entwickelte sich schnell eine von den Automatenaufstellern unterstützte Verbandsebene der E-Dartspieler.

Etwa 1995 wurden dann auch Pfeile mit Gummispitzen entwickelt, die sich von der Handhabung her für Kinder als am besten erwiesen.

Ende der 90er war die Entwicklung der E-Dartgeräte soweit, dass man erstmals Sisal Dartscheiben verwendete und die Treffer mittel kleinen Kameras ortete.

Special Boards

Und hier weitere sogenannte Special Boards:

* *


* *
*

* *


Vorsicht bei der Auslegung von Regeln. Da hab ich schon die tollsten Dinge erlebt. Nur ein Beispiel: Bei einem Spiel wollte mir mein Gegner doch glatt weiß machen, das der Bulleye-Oche-Abstand mit einem Faden als Zirkel geschlagen wird und er deshalb seitlich am Oche übertreten dürfe. Allgemein lassen die Regeln einigen Spielraum, der durchaus eine Auslegungssache sein kann bis schließlich ein Gremium im Streitfall darüber entscheidet.

Niemals würde ich behaupten, dass meine Sammlung perfekt ist. Das wäre ja auch langweilig. Gern würde ich von Euch Bilder und Angaben zu weiteren alten Dart Boards veröffentlichen. Bitte nehmt hierzu mit mir Kontakt auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .